Burnout, Stress und Überforderung

Stress, Überforderung und Burnout entstehen nicht plötzlich. Sie entwickeln sich schleichend, wenn Anforderungen wachsen, Pausen kleiner werden und eigene Grenzen immer wieder übergangen werden. Wenn Belastungen länger andauern, kann das innere Gleichgewicht zunehmend ins Wanken geraten. Was früher bewältigbar war, beginnt sich irgendwann schwer, leer oder erschöpfend anzufühlen. 

Stress ist zunächst eine vertraute Begleiterscheinung unseres Alltags. Er kann wach machen, fokussieren und helfen, mit Herausforderungen umzugehen. Problematisch wird er dann, wenn Anspannung zum Dauerzustand wird und Erholung zunehmend in den Hintergrund rückt. Menschen haben sehr unterschiedliche Belastungsgrenzen – was für die eine Person noch gut bewältigbar ist, kann für eine andere bereits zu viel sein.

In diesem Zusammenhang spielt Resilienz eine zentrale Rolle. Resilienz ist die Fähigkeit, sich nach Belastungen, Krisen und Veränderungen an neue Lebensbedingungen anzupassen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie umfasst sowohl Widerstandsfähigkeit als auch Anpassungsfähigkeit und entwickelt sich lebenslang, geprägt durch Erfahrungen, Beziehungen und Ressourcen.

Wenn Stress über längere Zeit anhält und Erholung nicht gelingt, kann die eigene Resilienz überlastet werden.

Überforderung als inneres Warnsignal


Überforderung zeigt sich auf unterschiedliche Weise: durch anhaltende Müdigkeit, innere Unruhe, Gereiztheit, Schlafprobleme oder das Gefühl, den eigenen Aufgaben nicht mehr gerecht zu werden. Häufig geht sie mit einem inneren Anspruch einher, funktionieren zu müssen – für andere, für die Arbeit, für die Lebensumstände.

Aus systemischer Sicht entsteht Überforderung im Zusammenspiel von äußeren Anforderungen, inneren Haltungen und Beziehungen. Manchmal wird von uns erwartet, eine Rolle zu erfüllen, die mit dem, was wir aktuell leisten können, nicht mehr übereinstimmt, oder wir fühlen uns verpflichtet, für andere da zu sein, obwohl wir selbst kaum Kraft haben. Dann kann Stress zu einem dauerhaften Zustand werden, der sich kaum noch regulieren lässt.

Burnout – ein Rückzug der Kräfte


Burnout beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher und emotionaler Erschöpfung. Viele Betroffene erleben eine zunehmende Distanz zu Aufgaben, Beziehungen oder zu sich selbst. Was früher Bedeutung hatte, fühlt sich leer oder fremd an.

Burnout kann als Ausdruck eines langen inneren Prozesses verstanden werden, in dem Grenzen immer wieder überschritten wurden. Rückzug, Erschöpfung oder Gleichgültigkeit sind dabei oft Signale dafür, dass etwas Wesentliches nicht mehr stimmig ist.

Wie ich Sie als systemische Psychotherapeutin begleiten kann

Wenn anhaltender Stress, Überforderung oder Erschöpfung Ihren Alltag beeinträchtigen, kann psychotherapeutische Begleitung entlastend sein.

Als systemische Psychotherapeutin begleite ich Sie in meiner Praxis in 1100 Wien dabei:

• Zusammenhänge zwischen Anforderungen, inneren Mustern und Beziehungen sichtbar zu machen,
• Selbstwirksamkeit, innere Sicherheit und Orientierung zu stärken,
• Resilienz zu stärken und Ressourcen zu aktivieren,
• Grenzen und Bedürfnisse neu wahrzunehmen und
• individuelle Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.