Ängste und Panikattacken gehören zu den häufigsten psychischen Belastungen. Angst ist zunächst eine normale und sinnvolle Reaktion, die uns vor Gefahren schützt und auf Herausforderungen vorbereitet. Problematisch wird sie dann, wenn sie unverhältnismäßig stark auftritt, häufig wiederkehrt oder das alltägliche Leben zunehmend einschränkt – etwa durch Vermeidung bestimmter Situationen oder eine anhaltende gedankliche Beschäftigung mit angstbesetzten Themen.
Panikattacken sind plötzlich auftretende, intensive Angstreaktionen, die meist mit ausgeprägten körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, einhergehen. Viele Betroffene erleben diese Zustände als extrem bedrohlich, auch wenn die Symptome medizinisch meist ungefährlich sind, werden sie subjektiv als lebensgefährlich erlebt.
Ängste als Ergebnis vieler Faktoren
Ängste entstehen selten isoliert. Sie stehen oft im Zusammenhang mit Lebensgeschichten, aktuellen Belastungen, Beziehungsthemen oder hohen Ansprüchen an sich selbst. Angst kann auch ein Signal sein für Überforderung, ungelöste Konflikte oder Veränderungen, die noch keinen anderen Ausdruck gefunden haben.
Aus systemischer Sicht werden Ängste daher nicht losgelöst vom Lebenskontext verstanden, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs, in dem individuelle Erfahrungen, Beziehungen und äußere Bedingungen miteinander verwoben sind.
Wege im Umgang mit Angst und Panik
(Scheinbare) Kontrolle ist für uns Menschen ein zentrales Bedürfnis, weil sie Sicherheit und Orientierung vermittelt. Angst und Panik werden deshalb oft als überwältigend erlebt, da sie mit einem Gefühl des Kontrollverlusts einhergehen.
Es kann hilfreich sein zu verstehen, wann und wie sich Angst aufbaut und welche Gedanken oder körperlichen Signale sie begleiten. Gleichzeitig ist es wichtig, den Blick auf vorhandene Ressourcen zu richten und darauf, Wege zu finden, mit der Unvorhersehbarkeit des Lebens umzugehen. Ein gelassenerer Umgang mit Kontrollimpulsen und wachsendes Vertrauen in die eigene Regulation können dazu beitragen, Ängste zu verringern.
Psychotherapie als Unterstützung
In meiner Praxis im 10. Bezirk biete ich einen sicheren und vertrauensvollen Rahmen, um Ängste und Panikattacken besser zu verstehen und den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.
Im Rahmen einer systemischen Psychotherapie unterstütze ich dabei: