Abschied, Tod
und Trauer

Abschied, Tod und Trauer gehören zu den tiefgreifendsten Erfahrungen unseres Lebens. Sie konfrontieren uns mit Endlichkeit, Verlust, Ohnmacht und Sinnfragen.
In Zeiten des Verlustes geraten viele bisherige Gewissheiten ins Wanken und das Leben fühlt sich plötzlich grundlegend verändert an.

Trauer als gesunde Reaktion auf Verlust

Noch immer existieren in unserer Gesellschaft Vorstellungen und Erwartungen darüber, wie Trauer auszusehen hat und wann sie vorbei sein sollte.
Trauer ist jedoch keine Krankheit, sondern eine gesunde und individuelle Reaktion auf einen bedeutsamen Verlust, die keinem klaren Fahrplan folgt.

Viele Menschen erleben Trauer nicht nur als Emotion, sondern als einen Prozess, der Zeit, Raum und eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben bedarf.


Trauer verläuft nicht in festen, aufeinanderfolgenden Phasen, sondern zeigt sich meist in (mitunter lebenslangen) Wellen zwischen Schmerz, Erinnerung, Verbundenheit und Anpassung an eine neue Lebensrealität. Im Umgang mit der Trauer geht es deshalb weniger darum, Loslassen zu lernen, sondern vielmehr darum, eine veränderte innere Beziehung zum verstorbenen Menschen zu entwickeln und sich selbst im Leben neu zu orientieren.

Trauer kann, so schmerzhaft sie ist, eine transformierende Kraft entfalten. Sie schärft den Blick für das Wesentliche, vertieft das Bewusstsein für eigene Werte und gibt Orientierung. In einer Gesellschaft, in der Tod und Trauer häufig verdrängt oder vermieden werden, bleibt dafür jedoch oft wenig Raum.
Dabei geht jede Beschäftigung mit dem Tod immer auch mit einer Auseinandersetzung mit dem Leben einher.

Existenzielle Fragen im Angesicht von Tod und Verlust

Der Tod eines nahestehenden Menschen – sei es das eigene Kind, Elternteil, Geschwister, Partner oder enge Freunde – oder die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit lösen oft auch existenzielle Fragen aus. Was macht mich aus? Was will ich im Leben? Was bedeutet Glück für mich?

Der Tod wirft grundlegende Fragen auf, die weit über den konkreten Verlust hinausreichen. Er konfrontiert Menschen mit der eigenen Endlichkeit, mit der Suche nach Sinn im Leben und mit der Frage, wie sich Beziehungen, Prioritäten und persönliche Werte nach einem Verlust verändern.

Auch Lebenskrisen, Trennungen oder Krankheit können solche Fragen anstoßen. Aus systemischer Sicht erscheinen sie nie isoliert, sondern werden beeinflusst durch die individuelle Biografie, bestehende Beziehungen und das soziale Umfeld.
Trauer betrifft daher nicht nur jeden einzeln, sondern hat Auswirkungen auf Paare, Familien und weitere soziale Systeme. Rollen verschieben sich, Beziehungen müssen neu ausgehandelt werden und Vertrautes verlangt nach einer neuen Gestaltung.

Wie ich Sie als systemische Psychotherapeutin begleiten kann

Wenn Sie mit dem Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert sind – ob Kind, Eltern, Geschwister, Partner oder Freunde – oder existenzielle Fragen Sie beschäftigen, kann eine psychotherapeutische Begleitung entlastend und klärend sein.

Als systemische Psychotherapeutin unterstütze ich Sie in meiner Praxis für systemische Psychotherapie in 1100 Wien dabei:

  • über Verlust, Schmerz und auch ambivalente oder widersprüchliche Gefühle zu sprechen,
  • tragfähige Bedeutungen und Zusammenhänge zwischen Ihrer aktuellen Situation, Ihrer Lebensgeschichte und Ihren Beziehungen zu entdecken,
  • Ressourcen, Rituale und innere Haltungen zu stärken, die Stabilität und Selbstwirksamkeit fördern und
  • individuelle Wege im Umgang mit Trauer zu finden und Ihr Leben neu zu orientieren.